Die Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat ist kaum vier Kilometer lang. Dennoch sind die Belle-Époque-Villen, die ihren Rand säumen, wohl das begehrteste Wohnimmobiliengebiet der Welt — und das diskreteste.
Die Mathematik der Knappheit
Etwa 500 Villen gibt es auf Cap-Ferrat. Die meisten haben seit zwei Generationen keinen Besitzerwechsel erlebt. Wenn eine auf den Markt kommt, wird sie off-market über einen Kreis von vielleicht fünfzehn privaten Maklern verkauft, bevor sie jemals auf einer Website erscheint.
"Wenn eine Villa auf Cap-Ferrat öffentlich gelistet wird, wurde sie bereits von zwanzig Käufern abgelehnt. Das hat seinen Grund." — ein Notar aus Antibes
Warum Family Offices mitbieten
Für ein in Singapur ansässiges Family Office ist ein 3.000 m² großes Anwesen an der Pointe Saint-Hospice kein Ferienhaus — es ist eine inflationsresistente Währung. Fügt man die Privatsphäre einer Halbinsel, den französischen Zivilrechtstitel und ein Notariatssystem hinzu, dem Family Offices vertrauen, wird Cap-Ferrat zu einem der wenigen Wohnimmobilienmärkte, der sich wie Gold verhält.
Der Haken ist der Zugang. Ohne eine Empfehlung von einem dieser fünfzehn Makler — oder von einer Privatbank mit tiefen Wurzeln an der Riviera — gibt es schlicht kein Inventar, das man sich ansehen kann.
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